Angedacht

„Gott ist ja für keinen von uns in unerreichbarer Ferne. Denn in ihm, dessen Gegenwart alles durchdringt, leben wir, bestehen wir und sind wir.“
Apostelgeschichte 17,27b+28a, zitiert nach NGÜ

Der Apostel Paulus steht auf dem Aeropag in Athen und spricht über seinen Glauben. Paulus glaubt an den einen Gott, den Schöpfer des Universums, dem wir unser Leben verdanken. Dieser Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden, gestorben und auferstanden.

Seine Zuhörer glauben an viele unterschiedliche Götter oder sind Anhänger verschiedenster philosophischer Denkrichtungen.
Hier stehen sich also unterschiedliche Weltanschauungen gegenüber, die natürlich auch Auswirkungen auf die Lebensgestaltung haben.

Für Paulus bedeutet sein Glaube, dass er sich der Gegenwart Gottes bewusst ist. Sie durchdringt sein gesamtes Denken und Handeln. Sie bestimmt seine Ethik, seine Werte und seine Lebensfreude. Er lebt nicht in Angst vor Gott, sondern in Frieden mit ihm. Er muss sich nicht um die Zuneigung Gottes bemühen, sondern ist sich der Liebe Gottes absolut sicher. Nichts kann ihn trennen von der Liebe Gottes. Keine Angst, keine Not, keine Krankheit, keine Pandemie.

Paulus macht seinen Zuhörern – und uns Lesern – Mut, dass sich Gott finden lässt. Allen Gedanken der Gottferne, die sich in schweren Zeiten in unser Denken einnisten wollen, zum Trotz. Ja noch mehr, denn Paulus ist davon überzeugt, dass wir in Gott leben und handeln, dass wir ihm alles verdanken, dass wir uns in ihm bewegen und sind.
Das sind Gedanken, die Mut zum Leben machen!

Bleib gesegnet und gesund!
Marc Trautvetter